VeGa

Das Brennstoffzellen / Reformersystem VeGA wird von der Firma TRUMA Gerätetechnik GmbH & Co. KG (Putzbrunn) in Zusammenarbeit mit dem IMM entwickelt. Das System, das 2007 mit dem f-cell Award in Silber und 2008 mit dem Bayerischen Energiepreis ausgezeichnet wurde, ist als Batterieladegerät für Freizeitfahrzeuge konzipiert und hat eine Leistungsabgabe von 250 W. Während die Reformerentwicklung vom IMM übernommen wurde, hat TRUMA sowohl die Brennstoffzelle als auch die Gesamtsteuerung des Systems entwickelt.
Flüssiggas wurde als Brennstoff gewählt, weil es in Freizeitfahrzeugen bereits verfügbar ist und somit keine Infrastruktur aufgebaut werden muss, was die Markteinführung deutlich erleichtert. Das System macht den Verbraucher unabhängig vom Stromnetz, was besonders im Freizeitbereich auf großes Kundeninteresse stößt, nicht zuletzt wegen des gestiegenen Komfortbedarfs und des damit verbundenen Einsatzes elektrischer Geräte. Das Flüssiggas wird im System entschwefelt, im Reformer zu Wasserstoff umgewandelt und schließlich in der Brennstoffzelle verstromt. Ein Transformator passt die Spannung des erzeugten Stroms an die Bedürfnisse der Batterie an, die vom Gerät geladen wird, sobald ihr Spannungsniveau unter einen Grenzwert fällt. Aus einem 11 kg Flüssiggasbehälter können so 28 kWh Strom erzeugt werden. Die Stromerzeugungskosten liegen im Bereich von 0,50 € / kWh. Das System hat ein Volumen von 94 l und ein Gewicht von 40 kg – es kann also mühelos in einem Freizeitfahrzeug verbaut werden.
IMMs mikrostrukturierte Plattenwärmetauschertechnik
Die Komponenten des Reformers basieren auf der am IMM entwickelten mikrostrukturierten Plattenwärmetauschertechnik, die den Einbau neuer Funktionen in das System ermöglicht. Diese erlauben einen schnellen Start des Systems sowie die Kopplung energieverbrauchender mit energieerzeugenden Prozessen – integriert in einer einzigen Komponente. Dadurch werden Wärmeverluste vermindert, was bei Kleinanlagen von entscheidender Bedeutung ist, um hohe Systemeffizienz zu erhalten.
Mit den Entwicklungsarbeiten wurde 2003 im Bereich der Katalysatoren begonnen. 2004 wurden einzelne Komponenten des Reformers gebaut und getestet. 2005 konnten dann gleich zwei Generationen von Prototypen des Komplettsystems realisiert werden, was schließlich in den Bau einer dritten Generation im Jahr 2006 mündete. 2007 wurde eine kleinere Zahl von Geräten einer a-Serie realisiert. Mittlerweile wurden erste Geräte einer b-Serie in Freizeitfahrzeugen verbaut, bis Anfang 2009 werden 100 dieser Geräte in Feldtests im Einsatz sein. Parallel zu diesen Arbeiten erfolgt die Entwicklung von Fertigungstechniken, um die neue Technologie massenproduktionsfähig zu machen. Die Entwicklungsarbeiten werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gefördert.
Kontakt: Martin O'Connell, Abteilung Energietechnik und Katalyse,
Tel.: +49 6131/990 388
Projektdatenblatt LPG Based Power Generation


