Neurosonden
Hirnchirurgische Eingriffe zur minimal-invasiven Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen des Bewegungsapparates - wie Morbus Parkinson - haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Um das Zentrum der Erkrankung zu lokalisieren, nutzt die Neurochirurgie zunehmend die Auswertung neuronaler Signale, die während der Operation mit Hilfe von Mikroelektrodensonden aufgezeichnet werden.
Erfahren Sie mehr zu Mikroelektrodensonden in unserem aktuellen Flyer.
Um den unterschiedlichen Anwendungen in der Neurochirurgie gerecht zu werden, hat das IMM eine Vielkanalelektrode in zwei Designvarianten mit linearer und helikaler Elektrodenanordnung entwickelt. Dabei bietet die helikale Anordnung eine 360-Grad-Rundumsicht entlang des Stichkanals. Beide Ausführungsformen besitzen eine Zentralelektrode, die zur Stimulation und/oder Signalableitung eingesetzt werden kann.
Zur effektiven Behandlung von Morbus Parkinson wurden im Rahmen des BMBF-Projekts BiCIRTS flexible chronisch implantierbare Mikroelektroden auf Polyimidbasis entwickelt. Neben Elektrodenfeldern zur Signalableitung sind auf ihnen auch spezielle Elektroden zur Tiefenhirn-Stimulation angelegt. Ziel war es, in einem Closed-Loop-System anhand der aufgenommenen Signale einen bedarfsgerechten Stimulus zur Unterdrückung der Krankheitssymptome zu generieren.
Ziel des EU-Projektes NEUWalk ist es, ein neuroprothetisches Schnittstellensystem zwischen Gehirn und Rückenmark zu entwickeln. Dies soll zukünftig die Bewegungsfunktionen bei Menschen mit schweren Rückenmarksverletzungen wieder herstellen.
Kontakt: Dr. Peter Detemple, Abteilungsleiter Mikrostrukturierung und Sensorik,
Tel.: +49 6131/990 318




