MASCOT
Nachweis zirkulierender Tumorzellen in der Krebsdiagnostik und Therapieüberwachung
Krebs ist eine der Haupttodesursachen in der heutigen Zeit. Eine frühestmögliche Diagnose und die Überwachung des Therapiefortschrittes sind demzufolge von großem Interesse. In diesem in FP6 geförderten EU-Projekt wird ein integriertes mikrofluidisches System entwickelt, dass frei im Blut zirkulierende Tumorzellen erkennt, isoliert und schließlich auch detektiert. Für die einzelnen Schritte werden spezifische Module aufgebaut, die zusammengesetzt das Gesamtanalysesystem ergeben. Mehrere Milliliter Blut werden zuerst mit magnetischen Partikeln gemischt. Diese besitzen auf ihrer Oberfläche Tumorzell-spezifische Antikörper. Die freien Partikel werden im anschließenden Zellsorter des Partners IMEC von den Partikel-gebundenen Zellen getrennt. Die Zellen werden lysiert und die zu untersuchenden RNA-Sequenzen in einer RT-PCR mit anschließender multiplex ligation dependend probe amplification (MLPA) vervielfältigt (Partner MRC Holland). Abschließend werden die entstandenen DNA-Sequenzen mit Hilfe eines elektrochemischen Sensors nachgewiesen.
Das IMM entwickelt hierbei geeignete mikrofluidische Strukturen, um die einzelnen Reaktions-schritte vom makroskopischen Assay in die mikrofluidischen Strukturen umzusetzen. Hier ist insbesondere der Übergang von der großen Blutprobe in den µl-Bereich des Mikrosystems zu etablieren. Ein geeignetes Transportkonzept (Pumpen und Ventile) sowie das entsprechende Demonstratorgerät inklusive Polymerchips und Gerätekomponenten werden vom IMM entwickelt und aufgebaut.
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Projektdatenblatt Mascot 732 KB





