POKOMI

Polykondensation im Mikroreaktor
Im Rahmen des vom BMBF geförderten Projektes POKOMI (Förderkennzeichen 16SV1981) werden Polymerisationsprozesse im Mikroreaktor am Beispiel der Suzuki-Polykondensation untersucht. Das gewählte Beispiel stellt eine gängige Reaktion zur Herstellung polymerer, Licht emittierender Halbleiter dar, wie sie beispielsweise Verwendung in der Displaytechnologie finden. Die homogen katalysierte C-C-Kupplungsreaktion wird in einem zweiphasigen Lösemittelsystem durchgeführt. Daher ist die Kontaktierung der beiden Flüssigphasen von besonderem Interesse.
Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer mikroverfahrenstechnischen Pilotanlage, welche letztlich die Überführung der Mikrotechnik in die Produktionsmaßstab ermöglicht. Hierbei sollen die Vorteile der Mikroverfahrenstechnik gegenüber konventionellen Prozessen zu einer Verfahrensoptimierung führen, beispielsweise durch die Verbesserung der Phasenkontaktierung oder durch Reaktionsbeschleunigung mittels Prozessierung oberhalb des Lösemittelsiedepunktes. Das IMM sowie der Projektpartner Mikroglas chemtech sind maßgeblich an der Entwicklung der mikroverfahrenstechnischen Bauteile, wie Mikroreaktoren und Mikromischer beteiligt. Zudem wird am IMM eine Extraktions-Einheit (Membranseparator sowie Mischer-Settler) zur Abtrennung und Reinigung der Produktphase entwickelt. Weitere Projektpartner sind Merck KGaA, hte AG, Stiftung caesar und die Jumo GmbH.
Kontakt: Dr. Bernd Werner, Abteilung Mischen und Feinchemie,
Tel.: +49 6131/990 392
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