smartHEALTH


Modulare Plattform für integrierte Biosensoren zur Krebsdiagnostik
Im EU-Förderprojekt smartHEALTH entwickelt das IMM an zentraler Stelle Lösungen für den Chip-internen Flüssigkeitstransport und die Integration von Biosensoren. Ziel des Gesamtprojekts ist, eine Serie von Geräten zu entwickeln, die ein frühzeitiges Erkennen von Krebs und ein späteres Überwachen des Therapieerfolgs ermöglichen. Krebsarten, die eine frühzeitige Erkennung besonders erforderlich machen und deshalb in smartHEALTH bearbeitet werden, sind Dickdarm-, Brust- und Gebärmutterhalskrebs.
Dazu werden Gebärmutterhalsabstriche, Blut- oder Gewebeproben verwendet und soweit aufgearbeitet, dass ein Nachweis von Proteinen, die als Tumormarker identifiziert worden sind, in einem Immunoassay möglich ist. Alternativ werden Verfahren entwickelt, um krebsrelevante DNA zu vervielfältigen und quantitativ nachzuweisen. Wesentlicher Bestandteil des Systems sind integrierte Sensoren. Vier unterschiedliche Messprinzipien werden parallel entwickelt, um für jede Krebsart ein Höchstmaß an Sensitivität und Selektivität zu erzielen. Aufgabe des IMM ist
- die Entwicklung eines Chip-integrierten Arrays aus Mikroelektroden, um durch elektrochemische Nachweisreaktionen Proteinkonzentrationen in der Probe zu bestimmen
- die Kombination einer qPCR (quantitative polymerase chain reaction) mit einer Fluoreszenz-Detektion
Der TPB-Sensor (transmission plasmon biosensor) oder der CDR-Sensor (circular disk resonator), sind weitere Sensorprinzipien die in smartHEALTH entwickelt wurden. In den smartHEALTH-Geräten soll nach Einführen der Probe die gesamte Analyse automatisch durchgeführt und ausgewertet werden. Unabhängig vom Standort des Geräts zu Hause beim Patienten, in einer Arztpraxis oder im Kliniklabor soll das Ergebnis drahtlos an den behandelnden Arzt übermittelt werden.
Kontakt: Daniel Latta, Abteilung Fluidik und Simulation,
Tel.: +49 6131/990 390
Mehr Informationen zum Projekt "SmartHEALTH"
Projektdatenblatt 589 KB


