SAFER
Isolierung fötaler Zellen aus mütterlichem Blut
Konventionelle invasive Methoden zur genetischen Untersuchung von Embryonen stellen ein relativ großes Risiko für den Fötus dar. Deshalb ist die Entwicklung von nicht- oder nur minimal-invasiven Methoden von großem Interesse. Die Isolierung von fötalen Zellen aus dem mütterlichen Blutkreislauf stellt eine solche, für den Fötus, nicht-invasive Methode dar und wird von der EU in FP6 als NEST-Adventure Projekt gefördert. Aus dem Blut der Mutter werden zuerst die DNA-tragenden Zellen aufkonzentriert und dabei das Volumen der Probe von mehreren Millilitern auf einen Milliliter reduziert. In dem zu entwickelnden integrierten mikrofluidischen System werden dann die fötalen Zellen mit Hilfe von magnetischen Partikeln in zwei Selektionsschritten isoliert, lysiert und nach einer anschließenden Vervielfältigung der entsprechenden DNA-Sequenzen Gen-Abnormalitäten auf einem elektrochemischen Elektrodenarray nachgewiesen.
Das IMM setzt hierbei die einzelnen Reaktionsschritte vom makroskopischen Assay in mikrofluidischen Strukturen um. Hierbei wurde ein spezieller Schieber entwickelt, der den verlustfreien Transport der Zellen bzw. der DNA gewährleistet. Die Entwicklung eines geeignetes Transportkonzept (Pumpen und Ventile) sowie des entsprechenden Demonstratorgeräts gehören, wie die Herstellung und Entwicklung der Polymerchips und Gerätekomponenten, zu den Aufgaben des IMM.
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